FILM / TV          

 

Film/Trailer: 

Halbmond über Brandenburg

Die Mark, der Nahe Osten und der Islam

Der Film von Kristoffer Born und Christoph Wunnicke erzählt über das Austauschverhältnis Brandenburgs mit dem Islam sowie seiner Ursprungsregion. Expertinnen und Experten berichten über ihre Befunde und neuen Forschungsergebnisse. Bilder einschlägiger Marksteine der vielfältigen kulturellen Begegnungen werden gezeigt sowie Zusammenhänge hergestellt und sichtbar gemacht.

Es ist nicht genau feststellbar, wann der erste Kontakt oder Austausch zwischen der Region des heutigen Landes Brandenburg und dem was gemeinhin Naher Osten oder darüber hinaus islamische Reiche genannt wird, stattfand. Der Gesandte des Kalifen von Córdoba, Ibrāhīm ibn Yaʿqūb, beschrieb im 10. Jahrhundert die heutige Mark. Gut möglich, dass zwei Jahrhunderte später Markgraf Albrecht der Bär, gefangene Slawen an diese maurischen Reiche in Spanien verkaufte. Für die folgenden Jahrhunderte ist eine Kette von sich stetig verdichtenden Kontakten zwischen dem nach und nach entstehenden Brandenburg/Preußen einerseits, sowie dem Islam und dem Orient auf der anderen Seite, dokumentiert.

Kreuzzüge, Pilgerreisen ins Heilige Land, Einbrüche von Osmanen beziehungsweise Türken ins Heilige Römische Reich oder der sich anschließend entwickelnde Orientalismus: All dies findet seinen Niederschlag nicht nur im religiösen oder militärischen Leben, sondern auch im Alltag des einzelnen Brandenburgers. Und Brandenburg geht voran: Nicht nur der erste Gebetsraum für Muslime auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands, auch die erste Moschee auf deutschem Boden finden wir hier. Wie auch die Unterstützung militärischer Auseinandersetzungen oder wirtschaftlicher Entwicklungsbemühungen im Nahen Osten. Über Jahrhunderte und Gesellschaftssysteme hinweg. Viele dieser Geschichten fasst der einstündige Film "Halbmond über Brandenburg erstmailig in einem Film zusammen.

2018


Produktion: Kristoffer Born, Christoph Wunnicke

Genre: Dokumentation

Länge: 60 Min.

Jahr: 2018